Historie

Der Beginn 1887, vor 125 Jahren
Das älteste Dokument unserer Firma ist die Grundsteinlegungsurkunde der katholischen Kirche in Gau-Algesheim von 1887, erbaut von Johann Baptist Gerharz, Ur-Großonkel sowie Johann Josef Gerharz, Großvater des heutigen Seniors. Mit dem Bau der Kirche siedelten beide, von Arzbach im Westerwald nach Gau-Algesheim um. Johann Baptist Gerharz führte schon ca. 30 Jahre sein Baugeschäft, so dass von über
150 Jahren Bauunternehmung Gerharz ausgegangen werden kann.
Der Architekt der Kirche, Max Meckel aus Frankfurt, der auch den Römer in Frankfurt restaurierte, teilte dem Auftraggeber, Diözese Mainz mit, er würde die Kirche gerne mit der Firma Gerharz bauen, da sie schon 12 Kirchen gebaut habe. Leider wurden hierüber keine weiteren Nachweise gefunden. (der Nachweis über die kath. Kirche in Gau-Algesheim ist nachzulesen im Internet www.gau-algesheim.de/Kultur/Denkmale)
1895wurde die Rochuskapelle Bingen nach einem Brand wieder aufgebaut. Herr Johann Josef Gerharz gründete 1891 seine eigene Firma. Übrigens liegt eine Bestätigung der Berufsgenossenschaft Frankfurt vor, die die Mitgliedschaft der Firma Gerharz seit 19.10.1891 bestätigt.

Die 20er Jahre
Zwei Söhne von Johann Josef Gerharz, Bernhard Josef und Ernst Andreas führten die Firma unter Gebrüder Gerharz weiter.
Herr Ernst Gerharz meldete 1924 eine eigene Baufirma an.
1927wurden unter anderem Wirtschaftswege in Ober- und Niederheimbach gebaut, für die eine Hanomag-Zugmaschine gekauft wurde, die mit einem 1-Achs Anhänger als Kipper eingesetzt wurde. Im Bereich Hochbau wurde die evangelische Kirche in Gau-Algesheim, Gewölbeweinkeller, Hallen, Wohnhäuser sowie die Reihenhausanlage in Bingerbrück unterhalb des Mäusetürmchen gebaut.
1928In diesem Jahr ist die Straße zum Kloster Jakobsberg in Ockenheim
hergestellt worden. Über die Baumaßnahme gibt es eine eindrucksvolle Fotodokumentation, die aufzeigt, wie das Straßenmaterial mittels Loren und Umlenkrolle unter zu Hilfenahme von Seilwinden den Berg mit bis zu 25 % Steigung heraufgezogen wurde. Im gleichen Jahr begannen die Bauarbeiten für eine Betonbrücke in Zotzenheim und Spritzbrühbehälter für Winzer.

Die 30er Jahre
Anfang der 30er Jahre wurden von der Firma Gerharz, mit Sitz in Gau-Algesheim / Hessen, Bauarbeiten in Münster-Sarmsheim und Langenlonsheim und somit in Preußen ausgeführt. Die Firma wurde gebeten, als „preußischer Auftragnehmer“ den Firmensitz nach Preußen zu verlegen. Infolge dessen trennte sich 1933 Ernst Gerharz von seinem Bruder und siedelte sich mit seinem Teil der Firma in Bad Kreuznach an. Somit ist unsere Firma 2012 hier 79 Jahre ansässig.
Die ersten Aufträge waren der Bau von Wirtschaftswegen, Straßen, die Hochwasserschutzdämme Staudernheim – Boos, Bad Kreuznach – Bretzenheim, Münster-Sarmsheim – Bingen.
Für die Auftragsabwicklungen wurden 5 Feldbahnloks mit 1000 m Gleis und über 50 Loren eingesetzt, die heute als Andenken an die „gute alte Zeit“ noch vorhanden sind. In dieser Zeit wurden bis zu 350 Mitarbeiter beschäftigt.

Die 40er Jahre
1940wurde die erste 6 to Walze gekauft, die wir bis heute der Nachwelt erhalten haben. Während des Krieges war die Firma insbesondere bei der Deutschen Reichsbahn für Reparaturen der durch Bomben zerstörten Gleise eingesetzt. Außerdem wurden 2 Luftschutzstollen in Bad Kreuznach gebaut, einer unter dem Viktoriastift, der Zweite unter dem Kauzenberg.
1947wurde der erste französische 10 to Seilbagger gekauft, mit dem Bachumleitungen, Dämme und Ausschachtungsarbeiten durchgeführt wurden.
1948baute die Firma Gerharz den Großsender des Südwestfunks in Wolfsheim/Rheinhessen. Für den Auftrag wurde ein neuer Ford FK 3000 Kipper mit Benzinmotor gekauft.

Die 50er Jahre
1950haben wir die ersten Brücken für die Deutsche Bundesbahn in St.Goar und in Hochspeyer gebaut. Im Jahre 1952 ist von uns der eingestürzte Kanal in der Planiger Straße erneuert worden, wobei alle anfallenden Abwässer umgepumpt wurden. Für die Ausführung der Arbeiten wurde ein Kaiserkran mit Verdampfermotor gekauft, der der „Nachwelt„ erhalten wurde, heute in Wiesbaden steht und in das Kranmuseum Berlin-Rüdersdorf überstellt werden soll. Weitere interessante Bauaufgaben in diesem Jahrzehnt waren unter anderem der Bau des Schwimmbads im Salinental, des Land- und Amtsgerichtes, des Lina-Hilger-Gymnasiums, die Erweiterung des Krankenhausbaus Franziska-Stift sowie das Kinder- und Altenheim St. Josef mit Kirche. Bis zum Ende der 50er Jahre baute die Firma Gerharz
18 Brücken. Bis Ende der 50er Jahre war die Firma Gerharz im Gleisbau tätig. So wurden 1956 alle Gleise auf der Alsenz-Strecke von Mannweiler bis Dielkirchen erneuert und es wurden allein an dieser Baustelle 180 Mitarbeiter beschäftigt.

Die 60er Jahre
1962ist Herr Hans-Ernst Gerharz nach seinem Examen als Bauingenieur in die Firma eingetreten. Bis Ende der 60er Jahre erhöhte sich die Anzahl der Brückenbauwerke auf 36. Unter anderem bauten wir den gesamten Bahnhofsvorplatz in Bad Kreuznach einschließlich der Brücke. Außerdem unsere erste Spannbetonbrücke am Schwimmbad über die Nahe, zwei Gewölbebrücken für die A61 sowie die Brücke Stromberg-Bingen über die A61. Im Bereich Umweltschutz bauten wir die ersten Großkanäle, am Beindegraben, an der Kläranlage mit 2,40 m Durchmesser und in der Michelinstraße. Weiterhin errichteten wir das erste Kompostwerk in Bad Kreuznach und das erste Hochhaus.
1964erstellten wir in 10 Tagen und Nächten ein 30m hohes Getreidesilo mit Gleitschalung. In diesem Jahrzehnt errichteten wir über 200.000 m² Hallenflächen, die meisten für die Firma Bretz in Gensingen.
1966stellten wir eine Tranportbeton-Mischanlage auf und begannen 1968 mit vier Fahrmischern mit der Auslieferung von Transportbeton. Im gleichen Jahr investierten wir in die 1. in Europa gebaute Autobetonpumpe, die wir im Jahre 2006 an den Hersteller, die Firma Schwing, als Museumsstück zurückverkauft haben.
Weiterhin bauten wir die Kirchen in Waldalgesheim, die Wolfgangskirche in Bad Kreuznach und außerdem die Kirchen in Hackenheim, Hargesheim, Gensingen und Hallgarten mit Kirchturmhöhen von bis zu 44 m.
1968 kauften wir unseren ersten Autokran, mit dem wir Betonrohre mit einem Durchmesser von drei Metern für ein Regenrückhaltebecken in Bad Kreuznach verlegten.

Die 70er Jahre
Am 1. Januar 1971 übernahm Herr Hans-Ernst Gerharz die Bauunternehmung Ernst Gerharz, die 1978 in eine GmbH umgewandelt wurde. Die Anzahl der errichteten Brückenbauwerke steigerte sich bis Ende der 70er Jahre auf 47. Anfang der 70er Jahre wurden 210 Mitarbeiter beschäftigt und wir verfügten unter anderem über 12 Bagger und 20 LKW. Im Jahre 1973 kauften wir den 1. Geländeteleskopkran, der auch beim Abbruch vieler Gebäude eingesetzt worden ist, wie zum Beispiel beim alten Landratsamt.
Das damalige Zentralhotel und das Café Kiefer wurden mit Sondervorschlag, jeweils in nur einer Nacht, abgebrochen. Mit dem Auftrag des Neubaus der Kreisverwaltung in Bad Kreuznach, kauften wir den 1. Oberdreherkran mit 45m Ausleger.
1974bauten wir die 124m lange Landfuhrbrücke in Spannbeton über die Nahe. Unsere Tiefbauer erschlossen in Gau-Algesheim ein 30 Hektar großes Neubaugebiet. Darüber hinaus bauten Sie die Hauptstraße in Hackenheim, den Burgweg, die ersten Fußgängerzonen in der Mannheimer Straße und der Kreuzstraße. Unsere Hochbauer bauten unter anderem auf Rüttelschotterpfähle das Büro und die Hallen der Firma Blusen-Gläser (heute City Solar), die Hanghäuser unterhalb des Viktoriastiftes, die Neubauten von BMW und Mercedes, die Halle der Nahewinzer und die Schulerweiterung in Hargesheim. Im Bereich
Ingenieurbau errichteten wir unter anderem die Regenrückhaltebecken Steinkaut und Korellengarten sowie die Brücke B50 Simmern und eine weitere Brücke in Ingelheim.

Die 80er Jahre
Bis zum Ende der 80er Jahre hatte sich die Anzahl der durch uns errichteten Brückenbauwerke auf 58 erhöht. Ursache hierfür waren der Bau von 3 Brücken an der B 41 Steinhardt, einer Brücke in Hackenheim, die Errichtung einer Brücke auf Spundwandwiderlager in Framersheim, eine in Arbeitsgemeinschaft durchgeführte Brückenerneuerung an der B9 über die DB in Bacharach, sowie die Herstellung der DB Brücke Altenbamberg mit nächtlichem Einschub. Unsere Tiefbauer bauten Straßen in Stromberg mit Umbau des Marktplatzes, den Straßenbau in der Gerbergasse und Magister-Faust-Gasse, Straßen im Neubaugebiet
Rüdesheim sowie  Ausbau des  Eiermarktes in Kopfsteinpflaster.  
Die Hochbaukolonnen der Firma Gerharz bauten unter anderem die Fußgängerunterführung  B 48 in Bad Münster, einen Trinkwasserbehälter in Frei-Laubersheim, erneuerten die Bruchsteinmauern auf der Alten Baumburg in Altenbamberg, errichteten den Fußgängertunnel Wilhelmstraße in Bad Kreuznach, das Kloster Jakobsberg in Ockenheim, die Erweiterung der Kläranlage in Langenlonsheim sowie viele Hallen im industriellen Bereich. Weitere interessante Objekte waren das in Arbeitsgemeinschaft gebaute neue Kompostwerk sowie die Errichtung des Unimälzers der Malzfabrik Bad Kreuznach, die achte Kirche St. Franziskus.
Wir hoffen, dass Ihnen "die Reise" durch 100 Jahre Firmengeschichte gefallen hat.

Nachdem er schon längere Zeit in unserer Bauunternehmung mitgearbeitet hatte, entschloss sich Herr Joachim Gerharz Ende 1993, fest in unsere Firma einzutreten, um die weitere Nachfolge anzutreten.
Ab 1. Mai 2008 ist er alleiniger Geschäftsführer.

Einen Auszug unserer Leistungen ab den 90er Jahren finden Sie in der aktuellen Referenzliste.
ev. Kirche
ev. Kirche
Erster Kipper
Erster Kipper
Bingerbrück 1927
Bingerbrück 1927
Neubau Halle Kühn, Gau Algesheim
Neubau Halle Kühn, Gau Algesheim
Hochwasserschutz Staudernheim
Hochwasserschutz Staudernheim
Hallenbau SWK 1940
Hallenbau SWK 1940
Großsender SWF
Großsender SWF
Stausee Niederhausen
Stausee Niederhausen
Land-Amtsgericht
Land-Amtsgericht
Schwimmbad Salinental
Schwimmbad Salinental
Gewölbebrücke unter A61
Gewölbebrücke unter A61
Rohr für Regenrückhaltebecken
Rohr für Regenrückhaltebecken
 
1. Hochhaus in Bad Kreuznach
1. Hochhaus in Bad Kreuznach
Letzte Decke Lina-Hilger-Gymnasium
Letzte Decke Lina-Hilger-Gymnasium
Kirchturm Hackenheim
Kirchturm Hackenheim
Landfuhrbrücke
Landfuhrbrücke
Brücke in Bad Münster
Brücke in Bad Münster
St. Franziskus Kirche
St. Franziskus Kirche